The UCF recently started offering science-reflective seminars for Bachelor and Master students of all faculties of the University of Freiburg under the title „Wissenschaft – Technologie – Gesellschaft“ (engl.: „Science – Technology – Society“).

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In these seminars, students explore together with experts how science, technology and society are intertwined and mutually dependent. Students thus have the opportunity to ask the really big questions together with their fellow students from many different subjects. They will think about what the future holds for us in terms of the latest developments in the fields of

Life sciences │ Environmental sciences │Digitization

and how they will shape the lives of individuals and the many, locally and globally, and how we can help shape them.

The UCF seminars offer:

  • interdisciplinary teaching and student-centered learning
  • Engaging with complex problems that directly and currently affect our society
  • Insights into diverse communication tools to present findings in a generally understandable way

Courses in the winter semester 2021/2022

Armchair Travels statt Abenteuer auf Fernreise – Wie Corona die Reiseblogosphäre prägt

Instructors: Vanessa Briese MA, Mirja Riggert MA

Mo. 10-12.00 Uhr: ONLINE 

Mögliche zusätzliche Blocktermine (KG1, HS 1140):  
03.12.21 14-18 Uhr/04.12.21 10-16 Uh
14.01.22 14-18 Uhr/15.01.22 10-16 Uhr

Die Ausbreitung des Coronavirus hat 2020 den Tourismus für längere Zeit pausieren lassen. Reisebeschränkungen sorgten für einen weltweiten Stillstand, mit dem weiterführende Reflektionen über das Leben in einer globalisierten Welt einsetzten. Das einstige Jetsetting hat einem neuen ‚Armchair Travelling‘ Platz gemacht, bei dem virtuelles das realweltliche Reisen ersetzt und Mikroabenteuer vor der Haustür gesucht werden. Diese sich verändernden Reisepraktiken zeigen sich seit der Pandemie auch auf aktuellen Reiseblogs. Das verordnete Innehalten regt viele Bloggenden zu einem neuen Bewusstsein für einen nachhaltigen und regionalen Tourismus an, der Klima und Umwelt schonen soll.

Das Kursprojekt strebt in interdisziplinärem und interfakultärem Austausch die Zusammenführung von Kompetenzen an. Die Studierenden setzen sich kritisch mit globalen Tourismuspraktiken, Reisenarrativen in sozialen Medien und den Erscheinungsformen der Digitalisierung während und nach Corona auseinander. Sie erhalten neben medien- und kulturtheoretischem Grundlagenwissen methodische Einblicke in Interviewführung und Strategien der Neuen Medien. Zum Abschluss des Kurses wird eine Veranstaltung in Kooperation mit dem Literaturhaus Freiburg geplant, bei der die Kursteilnehmenden die erworbenen Kenntnisse in eine außerwissenschaftliche Öffentlichkeit tragen.

Das Seminar widmet sich den aktuellen Geschehnissen veränderter Reisepraktiken sowie deren medialer Repräsentationen in Reiseblogs in drei Schritten, die Theorie und Praxis zusammenführen:  

– Theorie-Teil (6 Sitzungen): Bild- und Textnarrative in Reiseblogs werden aus medien- und kulturwissenschaftlicher Sicht analysiert.

– Praxistheoretischer Teil (asynchrone Gruppentreffen): Die Studierenden erlernen Interviewtechniken und gestalten einen eigenen Podcast, bei dem Reiseblogger*innen interviewt werden.

– Außerwissenschaftlicher Teil (eine Abendveranstaltung, in Präsenz geplant): Die Studierenden organisieren mit den Dozentinnen eine Veranstaltung, bei der Reisebloggende zu einem moderierten Gespräch eingeladen werden.

Die Ergebnisse der drei Blöcke werden auf der abschließenden SELF-Konferenz am 04.02.22, 09-16 Uhr präsentiert.

Feminist Science Studies

Instructor: PD Dr. Frieder Vogelmann

Do. 12-14 Uhr, KG1, HS 1016

Die Feministische Wissenschaftskritik (Feminist Science Studies) entwickelte sich im Kontext der sogenannten zweiten Welle des Feminismus in den frühen 1980er Jahren, in der sich mit einem breiten Themenspektrum rund um Sexualität, Reproduktion, körperliche Autonomie und Familienstrukturen befasst wurde. Die Unterscheidung zwischen Sex und Gender war dabei von zentraler Bedeutung für die Bewegung und für feministische Theoriebildung.

Die feministische Wissenschaftskritik ist thematisch und historisch eng mit den Science and Technology Studies (STS) verbunden und wurde stark von feministischen Wissenschaftler*innen beeinflusst, die vor allem in den Fachbereichen der Anthropologie und der Philosophie, aber auch in den MINT-Fächern beheimatet sind. Ihnen ging es in erster Linie darum, Wissenschaft als integralen Bestandteil von Kultur und sozialen Machtverhältnisse zu betrachten und somit nicht als von der Gesellschaft getrennt angesehen werden kann.

Die Feministische Wissenschaftskritik versucht daher insbesondere androzentrische Vorurteile in den Wissenschaften aufzudecken, den weißen Mann als allgemeine Norm zu dezentrieren und dadurch als eine Art Gegenkultur zur Wissenschaft alternative Erkenntnistheorien und Methodologien zu entwickeln. Aus diesem Ansatz bildete sich ein sehr heterogenes Forschungsfeld heraus, das eine Vielzahl von Strömungen und Denkschulen umfasst.

Der Kurs will einen Überblick über diese Ideen und Entwicklungen der Feministischen Wissenschaftskritik vermitteln. Dazu werden Texte aus vier Jahrzehnten, verschiedenen Disziplinen, Ansätzen und Strömungen miteinbezogen, die sich sowohl mit abstrakten als auch praktischen Themen beschäftigen.

Zur Einführung und Orientierung werden zunächst Grundlagentexte behandelt, um sich anschließend mit der aktuellen Situation von Frauen in der Wissenschaft auseinanderzusetzen. Anhand von Studien, Daten und Erfahrungsberichten soll betrachtet werden, mit welchen Hindernissen und Herausforderungen Frauen in der Wissenschaft konfrontiert waren und weiterhin sind. Dabei wird auch die Möglichkeit bestehen sich direkt mit Forscherinnen auszutauschen und persönliche Einblicke in deren Erfahrungswelt zu bekommen. Daran anschließend wird untersucht, wie feministische Werte im akademischen Umfeld praktisch umgesetzt werden können.

Im dritten Block des Kurses befassen sich die Studierenden mit der Feministischen Erkenntnistheorie.Verschiedene epistemologische Ansätze werden diskutiert, wobei ein Fokus auf der Standpunkttheorie und Haraways Konzept des situierten Wissens gelegt wird. Der nächste Block befasst sich anhand praktischer Beispiele aus dem Feld der STS/FSS-Forschung mit den Bereichen Sexualität, menschliche Reproduktion und Reproduktionstechnologien. Abschließend werden im letzten Block die klassischen akademischen Themen verlassen und stattdessen die Verbindung von Wissenschaft und Kunst aus einer feministischen Perspektive betrachtet.

Der Kurs wird auf Deutsch stattfinden, die Literatur ist allerdings hauptsächlich englischsprachig. 

Courses in the summer semester 2021

Environmental Humanities

Dr. Nicholas Buchanan, Science and Technology Studies, Universität Freiburg

ONLINE Seminar (first session 20.04.21)

Tuesdays: 12-14.00 Uhr

This seminar introduces students to the humanistic study of the environment through reading and discussion of texts and completion of a research project. We will engage with texts from fields such as history, cultural anthropology, philosophy, and journalism on topics such as how the “environment” has been defined and understood across time and among different cultures; whether “the” environment even exists as a singular, distinct entity; and how cultures have represented both environments and their relationships with them. 

We will further explore how societies have sought, and still seek, to understand the impact that they have on the natural world, and the natural world, in turn, on them; where the boundary between artifice and nature may lie; the ways, beyond the natural sciences, that cultures have created knowledge about the natural world around them; and how the humanistic study of the environment can inform other fields of study.

The class includes a methodological component, with an emphasis on methodological issues especially relevant to the environmental humanities.

Language of instruction: English (examination may be completed in German or English).

Die Maske – das Gesicht von Covid-19

Hannes Bürkel MA, Science and Technology Studies, University of Freiburg

ONLINE Seminar (first session on 21.04.21)

Wednesdays, 10-12 (except Wednesday 19.05.,16.06. and 14.07.: 16.30-18.30).

The global pandemic has manifold effects on our way of life and the perception of what is happening is always changing. In particular, the mask and the wearing of it is negotiated on personal, medical, social and political levels. These few square centimeters of fabric thus hold an exciting starting point for ethnological considerations. In the seminar we would like to do this together – with the aim of gaining first insights into ethnography, its theories, methods and questions. The planning, implementation and evaluation of an independently conceived research project are central to this. Learning objectives include the teaching of methodological skills, especially in qualitative research methods and relevant data collection and analysis procedures, as well as the (self-)reflection of the researcher.

Language of instruction: German. Examinations can be taken in German or English.

Sozial/Distanziert: Kritische und methodologische Perspektiven auf proxemisches Verhalten in der Pandemie

Priv. Doz. Dr. habil Dmitri Zakharine ,Science and Technology Studies, Universität Freiburg

Dr. Nicholas Buchanan, Science and Technology Studies, Universität Freiburg

Hannes Bürkel MA, Science and Technology Studies, Universität Freiburg

Dr. Irina Siegel, Institut für Soziologie, Universität Freiburg

Block course: Dates: 20.05; 03.06; 10.06; 17.06; 24.06; 01.07; 08.07, 9-12 am (180 minutes).

Although late modern society increasingly sees itself as a media society, face – to – face encounters still form the basis and reference point of social communication; the extent to which the necessary physical distance and contact avoidance during the pandemic period endanger the foundations of social communication remains unresolved to this day. Established interpretive patterns that serve to confirm, repair, and restore the shared communication frame lose their general safeguarding function during the pandemic period. Fear of contagion infiltrates mutual perceptions among passengers, work colleagues, neighbors and partners. External distance regulations collide with self-determined techniques of establishing closeness and distance, which are used to express respect and trust, sympathy and antipathy. Both an offered and an unoffered handshake are observed with suspicion in the pandemic period. „Too much distance“ and „too little distance“ – both cause resentment and behavioral uncertainty as soon as status-emphasizing distances are generalized and confidential closeness is no longer seen as trustworthy. The interdisciplinary oriented block seminar deals with questions of cultural anthropological, historical and sociological provenance. The main emphasis will be on the comparison of qualitative and quantitative methods of analysis. It will be shown how results of current surveys complement and counteract historical approaches.

Languages of Instruction: German with reading in English. Examinations may be given in German or English.

Final conference

In a joint final web event, student teams present their findings. This event takes place together with students of the module Service Learning (SL) of the “ Centre for Key Qualifications“ (Zentrum für Schlüsselqualifikationen, ZfS) and the seminar „Responsibility in Civil Society“ (Verantwortung in der Zivilgesellschaft) of the Ethical-Philosophical Basic Studies (EPG).

The aim of the conference is a theory-practice exchange between science reflection, ethical reflection and social engagement in order to discuss the social-ethical and political questions that accompany new scientific and technological developments from different perspectives and to make them even more tangible.

Target group, crediting and registration

The seminars are open to Bachelor’s and Master’s students of all faculties from and including the 3rd semester. MINT students are especially addressed.

  • 6 ECTS, 2 SWS
  • Small seminar groups
  • Crediting in the supplementary area, BOK area or as an elective module (in consultation with the study coordination)

We are happy to answer questions by email or in person! helena.seidel@ucf.uni-freiburg.de